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Kollegiale Kooperation: Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule im Schulporträt

von Ulrike Poremski
veröffentlicht am 10.12.2020
Lesezeit: 2 min

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Teams sind das A und 0 – dieses Prinzip hat auch die Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule für sich entdeckt. An der Schule ist die Kollegiale Kooperation deshalb ein fester Bestandteil im Rahmen der Schulentwicklung. Besondere Stärke der kollegialen Zusammenarbeit: Die Erstellung von individualisierten und differenzierten Lernmaterialien und Potenziale im Kollegium werden optimal ausgeschöpft.

Ausgangspunkt für die Einführung der Kollegialen Kooperation bildete die Schulreform des Landes Schleswig-Holstein im Jahr 2007. Nach der Auflösung als Realschule sollte die Schulform der Gemeinschaftsschule etabliert werden. Durch die Neuausrichtung stellte die Schule die eigenen Stärken und Verbesserungspotenziale auf den Prüfstand. Die Neuausrichtung beinhaltete die stärkere Differenzierung sowie das Heben von Schätzen, also den eigenen Ressourcen und Potenzialen innerhalb des Kollegiums. Ein wesentlicher Impuls für den Schulentwicklungsprozess kam aus dem Kollegium und einer Steuerungsgruppe.

Doch Innovationsprozesse ziehen manchmal auch Widerstände nach sich: Die Veränderungen in der Organisation stellte für Teile des Kollegiums das eigene Selbstverständnis in Bezug auf die Rolle der Lehrkraft auf den Kopf. Auf der anderen Seite wurde die Schule so für Lehrkräfte attraktiv, die an einer Schule mit genau diesem Profil arbeiten wollten. Für die Schule, die auch an der Werkstatt schulentwicklung.digital des Forum Bildung Digitalisierung teilgenommen hat, waren vor allem Anregungen von außen sehr gewinnbringend: Ob Critical Friends, die Teilnahme an Schullaboren im Rahmen eines Modellprojektes zum jahrgangsübergreifenden Lernen oder Feedbacks von Didaktiklehrbeauftragten aus dem Bereich der Hochschulbildung, sie alle verliehen wesentliche Impulse für einen erfolgreichen Schulentwicklungsprozess.

Oft zeigt sich, dass ein Mehrwert entsteht, wenn sich die Kompetenzen ergänzen. So wurde es auch von den Lehrkräften empfunden, denn die gegenseitige Hilfestellungen und eine Entlastung in den Auslastungsspitzen ließ die Vorteile für das Kollegium am eigenen Leib erfahrbar werden. Auch in Bezug auf die Lernprozesse kamen Vorteile zum Vorschein, denn das Verhältnis zwischen Schüler:innen und Lehrkräften kann durch eine neue Art der Vertrautheit bereichert werden. Die Schüler:innen erhalten zudem ein größeres Angebot für Lernmöglichkeiten. „Ich kann auf allen Ebenen – auf der Ebene der Lehrkräfte und der Schulleitung – nur Mut machen, Teamprozesse zu starten, gut zu planen und Konferenz-, Team-, und Zeitstrukturen so gut anzulegen, dass Kolleg:innen schnell sehen, welche Vorteile sich ergeben und die Vorteile liegen auf der Hand. Guten Unterricht hochgradig individualisiert vorzubereiten, kann keiner allein. Das geht nur im Team!“, beschreibt Schulleiter Olaf Hubert die Vorteile der Kollegialen Kooperation.

Ulrike Poremski

Ulrike Poremski arbeitet als Projektmitarbeiterin im Bereich Kommunikation beim Forum Bildung Digitalisierung. Nebenbei studiert Ulrike Poremski Lehramt für die Fächer Deutsch und Englisch an der Freien Universität Berlin und bringt so aus erster Hand ihre pädagogisch-didaktische Expertise in die alltägliche Arbeit mit ein. Für das Online-Magazin Plan BD berichtet sie über ihren Alltag im Rahmen der Lehrkräfteausbildung.

ulrike.poremski@forumbd.de