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Leitbildentwicklung: Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe im Schulporträt

von Ulrike Poremski
veröffentlicht am 23.07.2020
Lesezeit: 2 min

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Bei der Entwicklung eines Leitbilds geht es vor allem um Haltungen und Einstellungen. Dabei ist es wichtig, dass alle Beteiligten im Schulkontext ihre Ideen in den Prozess einbringen und sich in dem gemeinsam entwickelten Leitbild wiederfinden können. Hat man ein Leitbild erst einmal erarbeitet, kann es wie ein roter Faden, der eine klare Struktur für die Umsetzung weiterer Schritte vorgibt, funktionieren. Mit der Leitbildentwicklung als Teil des Schulentwicklungsprozesses hat man an der Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe gute Erfahrungen gemacht.

Das Leitbild der Ernst-Reuter-Schule Kalsruhe fußt auf acht Fragestellungen, die die Gesellschaft in Zukunft beschäftigen könnten. Damit möchte die Schule, die im Jahr 2017 von der Bitkom als erste Smart School in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde und sich in der Vergangenheit an der Werkstatt schulentwicklung.digital des Forum Bildung Digitialisierung beteiligt hat, zukunftsweisend aufgestellt sein und ihre Schüler:innen für eine Gesellschaft wappnen, die immer heterogener, dynamischer und digitaler wird. Die Schüler:innen sollen die nötigen Fähigkeiten erwerben, um gute Voraussetzungen für Lebenslanges Lernen zu erhalten und im späteren Berufsleben komplexe und vielschichtige Herausforderungen in diversen und multiprofessionellen Teams zu meistern.

Für den Leitbildentwicklungsprozess mit dem Schwerpunkt auf der Medienerziehung hat Micha Pallesche, Schulleiter an der Ernst-Reuter-Schule, ein Rezept parat: „Wir hatten immer eine Vision. Wir haben uns ein Ziel gesetzt und einen Masterplan 2021 entwickelt. Recht schnell mussten wir merken, dass manche Meilensteine nicht so erreicht werden konnten, wie zunächst geplant. Daraus hat sich viel aus dem anderen ergeben: Je digitaler wir werden, desto wichtiger werden reale Begegnungen, soziale Treffen und Mehr-Generationen-Begegnungen. Diese ganzen Bausteine bedingen sich gegenseitig.“ Die Leitbildentwicklung hat an der Schule positive Wirkungen freigesetzt. Die Schüler:innen sind begeistert davon, ihre Schule mitgestalten zu können und die vielen Beteiligungsmöglichkeiten tragen dazu bei, dass ihr Verantwortungsbewusstsein für die Schulgemeinschaftn gesteigert und der soziale Umgang der Schüler:innen untereinander noch besser wurde. Das offene und herzliche Schulklima, das bis weit in das außerschulische Umfeld auch jenseits der Schulmauern hinausstrahlt, ist ein weiterer positiver Nebeneffekt der Leitbildentwicklung.

Ulrike Poremski

Ulrike Poremski arbeitet als Projektmitarbeiterin im Bereich Kommunikation beim Forum Bildung Digitalisierung. Nebenbei studiert Ulrike Poremski Lehramt für die Fächer Deutsch und Englisch an der Freien Universität Berlin und bringt so aus erster Hand ihre pädagogisch-didaktische Expertise in die alltägliche Arbeit mit ein. Für das Online-Magazin Plan BD berichtet sie über ihren Alltag im Rahmen der Lehrkräfteausbildung.

ulrike.poremski@forumbd.de