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Individualisiertes Lernen: Alemannenschule Wutöschingen im Schulporträt

von Ulrike Poremski
veröffentlicht am 15.12.2020
Lesezeit: 2 min

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Zukunftsorientierte Bildung in einer personalisierten Lernumgebung wird an der Alemannenschule Wutöschingen großgeschrieben. Dadurch sollen die Schüler:innen bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereitet werden. Bei der im Jahr 2019 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichneten Schule liegt das Augenmerk auf dem selbstgesteuerten und individualisierten Lernen. Der große Vorteil des Individualisierten Lernens: Es geht darum, auf jede:n Schüler:in einzugehen unter Berücksichtigung des individuellen Lernstands.

Tradierte Lernsettings wurden an der Alemannenschule Wutöschingen aufgebrochen: Die auf die Lehrkraft zentrierte Unterrichtsmethode der Direkten Instruktion, auch als Frontalunterricht bekannt, gehört an der Schule nun der Vergangenheit an. Nur um in den Lerngegenstand einzuführen oder an das Vorwissen der Schüler:innen anzuknüpfen, gibt es an der Schule noch die Phase, in der die Lehrkraft im klassischen Sinne frontal präsentiert. In Lernateliers widmen sich die Schüler:innen, auch Lernpartner:innen genannt, anschließend ihren Aufgaben und lernen eigenständig. In Bezug auf das Lernen entscheiden die Schüler:innen selbst: Auf der Grundlage von Kompetenzrastern, die mit Lernzielen verbunden sind, wählen die Schüler:innen ihre Lerninhalte aus. Selbstgewählte Unterstützungsangebote ergänzen die Lernmöglichkeiten. Die Lehrkräfte nehmen die Rolle von Lernbegleiter:innen ein. Dabei sind digitale Medien selbstverständlich mit dem Lernen verzahnt.

Großer Mut zieht aber oft Kritik nach sich. Diese Erfahrung hat auch die Alemannenschule Wutöschingen gemacht. Doch wenn Kritiker:innen in Frage stellen, ob Schüler:innen so überhaupt in der Lage sind, eigenverantwortlich zu lernen, kontert Schulleiter Stefan Ruppaner: „Doch, es geht!“ Bei Vergleichsarbeiten wie VERA 8 und externen Evaluierungen schneidet die Schule hervorragend ab und die guten Ergebnisse bestätigen den Weg, den die Alemannenschule eingeschlagen hat. Nicht zuletzt stellt auch der Deutsche Schulpreis, der Schulen, die neue Wege in der Schulentwicklung gehen, auszeichnet, die Krönung für das Engagement der Schule dar.

Ulrike Poremski

Ulrike Poremski arbeitet als Projektmitarbeiterin im Bereich Kommunikation beim Forum Bildung Digitalisierung. Nebenbei studiert Ulrike Poremski Lehramt für die Fächer Deutsch und Englisch an der Freien Universität Berlin und bringt so aus erster Hand ihre pädagogisch-didaktische Expertise in die alltägliche Arbeit mit ein. Für das Online-Magazin Plan BD berichtet sie über ihren Alltag im Rahmen der Lehrkräfteausbildung.

ulrike.poremski@forumbd.de