Digital und innovativ: Impulse für neue Prüfungsformate aus Dänemark, Schweden und Deutschland
Illustration: Benedikt Rugar
Impuls

Digital und innovativ: Impulse für neue Prüfungsformate aus Dänemark, Schweden und Deutschland

von Anja Reiter
veröffentlicht am 07.10.2021
Lesezeit: 12 min

Dänemark und Schweden experimentieren seit einigen Jahren mit digitalen und innovativen Prüfungsmethoden an den Schulen. Ob digitale Diagnosetools, Internetzugang während der Examen oder innovative Prüfungsformate in der Gruppe: Was kann Deutschland von den Erfahrungen aus Skandinavien lernen – und welche innovativen Ideen gibt es hierzulande?

In vielen deutschen Schulen hat sich der Unterricht längst der Kultur der Digitalität angepasst: Lern-Software unterstützt Schüler:innen beim Selbstlernen, kollaborative Tools ermöglichen virtuelle Gruppenarbeiten. Klassenarbeiten, Klausuren, Prüfungen und Lernstandserhebungen bleiben hingegen vielerorts ein Ort des Analogen und Althergebrachten. Klausurbögen aus Papier warten in Schränken darauf, bearbeitet zu werden, Abiturient:innen brüten wie seit Jahrzehnten schon mit Stift und Papier vor ihren Prüfungsfragen, selbst Aufsätze und Essays werden oft noch mit der Hand geschrieben.

Um hier in der neuen, digitalen Realität anzukommen, braucht es innovative Prüfungsformate. Deutsche Schulen und Entscheidungsträger:innen können bei dieser Transformation von anderen Ländern lernen. „Wenn man Lernkultur verändern möchte, muss man auch Prüfungskultur verändern“, ist sich Björn Nölte, Referent bei der Schulaufsicht der Evangelischen Schulstiftung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, sicher. Deshalb engagiert er sich im Institut für zeitgemäße Prüfungskultur, einem virtuellen Zusammenschluss von engagierten Lehrkräften, Wissenschaftler:innen, Schulleitungen und Vertreter:innen der Schulaufsicht, die innovative und moderne Prüfungskultur vorantreiben wollen. „Unserer Ansicht nach ist der ganze Ansatz des Prüfens renovierungsbedürftig“, sagt Nölte. „Durch die Kultur der Digitalität hat die Entwicklung neuer Prüfungsformate einen unglaublichen Schwung und neue Möglichkeiten bekommen.“

Mit der Digitalisierung von Prüfungsformaten stellen sich viele neue Fragen: Was müssen Schüler:innen in der Kultur der Digitalität überhaupt „wissen“ und „können“ — und wie sollen dieses Wissen und diese Kompetenzen abgefragt werden? Dürfen Schüler:innen das Internet nutzen, um Aufgaben zu lösen, oder soll es hier Grenzen geben? Ideen für neue Prüfungsformate gibt es viele, auf der Website des Instituts für zeitgemäße Prüfungskultur werden einige davon gesammelt. Zur Inspiration kann das deutsche Bildungssystem aber auch von den Reformen, Erfahrungen und Schulversuchen anderer Länder profitieren. Insbesondere Skandinavien hat sich in den letzten Jahren mit mutigen Reformen und Strategien zur Weiterentwicklung der digitalen Prüfungskultur hervorgetan. In Schweden und Dänemark etwa werden digitale Prüfungsformate bereits seit einiger Zeit erprobt.

1. Station, Schweden: Digitale Transformation der Prüfungen in kleinen Schritten

Schweden verfolgte bis vor Kurzem ein ehrgeiziges Ziel: Laut den ursprünglichen Plänen der Regierung sollten die nationalen schriftlichen Abschlussprüfungen bis 2022 in allen Pflichtschulen und in den weiterführenden Schulen nur noch digital stattfinden. Um diese große Reform umzusetzen, installierte die Nationale Agentur für Bildung (Skolverket) Arbeitsgruppen, die sich mit der Digitalisierung der Prüfungsprozesse in den einzelnen Fächern beschäftigen. Saga Bendegard arbeitet als Projektmanagerin in der Abteilung für skandinavische Sprachen an der Universität Uppsala. Dort kümmert sich die ausgebildete Spanisch- und Schwedischlehrerin um die Digitalisierung der Abschlussprüfungen in Schwedisch als Muttersprache und als zweite Fremdsprache. 

„Leider mussten wir die flächendeckende Einführung der digitalen Tests bereits verschieben — aus zwei Gründen“, erklärt Bendegard. Erstens seien nicht alle Schulen technisch bereit für die Digitalisierung der Prüfungsprozesse, aufgrund von fehlenden Endgeräten für Schüler:innen oder schlechter Internetverbindungen. In Schweden sind die Schulen dafür zuständig, den Schüler:innen Endgeräte zur Verfügung zu stellen. Zweitens habe die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union für Verzögerungen gesorgt. „Im Moment warten wir auf den finalen Zeitplan für das Roll-out der digitalen Tests“, sagt Bendegard. „Mit Sicherheit wird dies aber noch nicht im Schuljahr 2022/23 der Fall sein.“ 

Zur Digitalisierung der nationalen Tests entwickelte die Bildungsagentur eine Online-Plattform, auf der die Schüler:innen in Zukunft alle Aufgaben digital bearbeiten können. Die Herausforderung dabei: die beschränkte Screen-Größe. „In den Schwedisch-Klausuren zum Beispiel sollen die Schüler:innen parallel drei Komponenten auf ihren Bildschirmen sehen können: einen Text, die Prüfungsfrage und das eigene Eingabefeld selbst“, erklärt Bendegard. „Besonders wenn es um das Schreiben geht, wird die beschränkte Bildschirmgröße der Endgeräte zur Herausforderung.“ 

In der Digitalisierung der Prüfungen sieht sie viele Vorteile, sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler:innen: „Die Vor- und Nachbereitung für Lehrer:innen wird viel einfacher. Schulen müssen die Prüfungen nicht mehr aufwendig wegsperren, das Risiko, dass Prüfungsfragen vorzeitig bekannt werden, ist kleiner. Auch die Benotung wird durch die digitale Erfassung einfacher.“ Und für Schüler:innen? „Viele Schüler:innen schätzen digitale Tests, die digitalen Examen könnten also ihre Motivation steigern. Zugleich wissen wir aber aus der Wissenschaft, dass digitale Tests nicht automatisch bessere Ergebnisse bedeuten“, betont Bendegard. 

Die Prüfungsplattform ist über einen Online-Login zu erreichen, die Prüfung selbst findet jedoch in einer geschlossenen Umgebung statt, in der die Schüler:innen das Internet nicht zu Recherchezwecken nutzen dürfen. „Die ersten digitalisierten Tests werden bis zu einem gewissen Grad nur die digitale Version der alten Tests sein“, beschreibt Bendegard. Statt einer großen Revolution der Prüfungskultur also doch nur eine kleine Reform? „Ich denke, dass die langsame Transformation die beste Möglichkeit ist, um sicherzustellen, dass die Prüfungsprozesse auch funktionieren“, meint sie. 

Doch schon jetzt denken Bendegard und ihre Kolleg:innen über größere Veränderungen und neue Prüfungsformate nach. In Bezug auf die Schwedisch-Examen beschäftigt sie vor allem die Frage, wie man das non-lineare Lesen von Websites in die Prüfungen einbinden kann: „Wenn unsere Schüler:innen die Schulen verlassen, müssen sie in der Lage sein, auf Websites der Verwaltung und von Unternehmen zu navigieren. Wir sollten daher den Umgang mit non-linearen Texten in unseren Prüfungen abbilden.“

Auch an der Entwicklung neuer Bewertungstechnologien wird an der Universität Uppsala geforscht. Anne Palmér entwickelt gemeinsam mit Kolleg:innen ein digitales Tool, das in der Lage sein soll, eine automatische qualitative Analyse von Schüler:innen-Essays zu generieren. Auf Basis von einigen quantitativen Kriterien — wie der Anzahl von Verben und Nomen im Text — soll das Tool am Ende zu einer qualitativen Bewertung kommen. „Die Idee dahinter ist nicht, dass das Tool das Urteil der Lehrkraft ersetzen soll. Die automatische Einschätzung der Software soll die Lehrkraft bei der Benotung unterstützen“, sagt Bendegard.

Zur Digitalisierung der nationalen Tests entwickelte die Bildungsagentur eine Online-Plattform, auf der die Schüler:innen in Zukunft alle Aufgaben digital bearbeiten können.

2. Station, Dänemark: Erfahren und mit mutigen Ideen für die Zukunft

Dänische Schulen können bereits auf eine langjährige Erfahrung mit neuen digitalen Prüfungsformaten zurückblicken: Schon 2008 erlaubte das Land im Rahmen eines Pilotprojekts den Schüler:innen an 15 Schulen, während der Examen im Internet zu recherchieren. Bei den schriftlichen Prüfungen in Dänisch, Mathematik und Sozialwissenschaften war es den Schüler:innen erlaubt, das Internet als akademische Ressource für ihre Projekte zu nutzen. Gleiches galt für die Prüfungen in Marketing, Betriebswirtschaftslehre und Internationale Wirtschaft. Von 2016 bis 2018 wurden schließlich alle schriftlichen Prüfungen am Ende der Sekundarstufe 1 digitalisiert. Die Prüfungsergebnisse können über eine staatliche Website abgerufen werden. In einigen, aber nicht allen Fächern dürfen Schüler:innen während der schriftlichen Prüfungen auf das Internet zurückgreifen und Informationen recherchieren. Das ist etwa in Dänisch und Englisch der Fall. 

Martin Villumsen ist stellvertretender Schulleiter an der Tjørnegårdsskolen, einer öffentlichen Schule für Sechs- bis 15-Jährige in Gentofte, einer Kommune nordöstlich von Kopenhagen. „In Dänemark haben wir zentrale Abschlussprüfungen, die schriftlichen Prüfungsaufgaben sind also für alle Schüler:innen identisch“, erklärt der ehemalige Mathematiklehrer. „An unserer Schule können Schüler:innen in allen schriftlichen Prüfungen den Computer nutzen, etwa in Dänisch, Englisch oder auch Mathematik.“ Während bei Rechtschreib- oder Rechenaufgaben die Internetrecherche verboten ist, dürfen die Schüler:innen bei anderen Aufgaben auch Online-Quellen nutzen. „Wenn es darum geht, dass die Schüler:innen etwas produzieren, dürfen sie auch im Internet nach Informationen suchen“, erklärt Villumsen.

»Das Korrigieren der Prüfungen ist nun viel einfacher. In Mathematik etwa checkt der Computer automatisch, ob die Antworten richtig oder falsch sind.«

Martin Villumsen

Wie können Lehrkräfte sichergehen, dass Schüler:innen nicht schummeln und im Internet nach Lösungen suchen? „Das ist eine schwierige Frage“, sagt er. „Wir sperren das Internet nicht, sondern sprechen mit den Schüler:innen darüber. Wenn wir sie beim Schummeln erwischen, müssen sie das Examen wiederholen.“ Für Schüler:innen hätte sich durch die Digitalisierung der Abschlussprüfungen ansonsten nur wenig geändert, findet Villumsen: „Die Aufgaben sind dieselben, nun müssen sie eben digital gelöst werden.“ Für Lehrkräfte seien die Veränderungen hingegen größer. „Das Korrigieren der Prüfungen ist nun viel einfacher. In Mathematik etwa checkt der Computer automatisch, ob die Antworten richtig oder falsch sind,“ sagt er. Positiv sei auch, dass die digitale Plattform es den Lehrkräften erlaube, einen schnellen Überblick über die Leistungen einer Klasse zu erhalten. Ein Nachteil der Plattform: Will eine Lehrkraft die Leistung einzelner Schüler:innen überprüfen, sei das mit vielen Klicks verbunden — und viel aufwendiger als in analogen Zeiten. 

Christian Vestergaard Sloth leitet das Team im dänischen Bildungsministerium, das für die Entwicklung der digitalen Prüfungen verantwortlich ist. Was sind die strategischen Ziele hinter der Digitalisierung der Abschlussprüfungen? „Die Art und Weise, wie unterrichtet wird, sollte sich so weit wie möglich mit der Prüfungssituation decken“, erklärt Vestergaard Sloth. „Außerdem können wir durch das digitale Format garantieren, dass die Prüfungserfahrung für alle Schüler:innen in ganz Dänemark dieselbe ist. Nicht zuletzt ist die digitale Form auch kosteneffizienter — das ist aber nicht unser Hauptantrieb.“ In jedem Fall würden die digitalen Prüfungen die Schulen in Sachen Datensicherheit entlasten, weil sich das Ministerium um Datenschutzfragen kümmert und alle Daten auf den Servern des Ministeriums liegen. „Datensicherheit hat bei uns höchste Priorität“, betont er.

Ähnlich wie in Schweden ging die Reform der Abschlussprüfungen auch in Dänemark nicht weit über die Digitalisierung der analogen Prüfungsfragen hinaus. „Das Ministerium hat die Prüfungen nicht neu erfunden“, erklärt Vestergaard Sloth, „doch einzelne Elemente haben sich durchaus verändert.“ So werden bei manchen Prüfungsfragen Videos gezeigt, zu denen die Schüler:innen Fragen beantworten müssen. Bei anderen Leistungskontrollen im Laufe der Schulbahn seien die Formate durchaus innovativer: Im Moment entwickelt das Ministerium ein digitales Lab für Prüfungen in den Naturwissenschaften. In einer interaktiven Umgebung können die Schüler:innen einzelne Faktoren einer gegebenen Situation verändern — und müssen danach Fragen dazu beantworten. Was passiert in der Umgebung, wenn es regnet? Wie verändern sich die Umstände, wenn die Sonne scheint? „Im digitalen Raum ist es nicht so einfach, Kompetenzen anstelle von Wissen zu prüfen“, erklärt Vestergaard Sloth. „Mithilfe der interaktiven Umgebung wird das möglich.“ 

Das dänische Bildungsministerium mache sich auch in Zukunft für ein „balanciertes Test-Regime“ stark, erklärt er. „Wir wollen weiterhin eine Mischung aus digitalen und analogen, langen und kurzen, praktischen und mündlichen Tests durchführen. So machen unsere Schüler:innen eine möglichst diverse Prüfungserfahrung — und wir können ihre Kompetenzen bestmöglich erfassen.“ Der stellvertretende Schulleiter Villumsen wünscht sich für die Zukunft mehr innovative Testformate, die über die reine Digitalisierung hinausgehen. „Tests sollten vermehrt als Gruppenarbeit stattfinden, außerdem sollte mehr Zeit zur Verfügung stehen.“ Außerdem denkt Villumsen darüber nach, wie man neue Testformate entwickeln könnte, die gerechter und individualisierter sind. Durch den Einsatz von Film- und Tonaufnahmen könne man zum Beispiel Schüler:innen mit Legasthenie unterstützen. „Wenn Schüler:innen ihre Antworten per Tonaufnahme geben dürfen, könnten wir garantieren, dass Legastheniker:innen in der Matheprüfung nicht aufgrund ihrer schlechteren Schreibfähigkeiten benachteiligt werden“, sagt er.

»Prüfungen sollten aus unserer Sicht dem Lernen dienen, nicht der Kontrolle der Stoffvermittlung.«

Björn Nölte

3. Station, Deutschland: Mehr Spielräume für digitale und innovative Prüfungsformate als gedacht

Zurück in Deutschland macht sich das Institut für zeitgemäße Prüfungskultur Gedanken über neue Wege in Sachen Leistungserhebung. Björn Nölte wünscht sich eine digitale Prüfungskultur, die über die reine Digitalisierung der analogen Prüfungsaufgaben hinausgeht: „Prüfungen sollten aus unserer Sicht dem Lernen dienen, nicht der Kontrolle der Stoffvermittlung.“ Heute gehe man noch viel zu oft davon aus, dass durch Prüfungen der im Unterricht vermittelte Stoff objektiv geprüft werden könne, um Aussagen darüber zu treffen, auf welchem Wissensstand ein:e individuelle:r Schüler:in stehe. Doch das sei ein Irrtum. „Die bestehenden Bewertungsformate sind nicht objektiv und valide“, sagt Nölte. „Faktoren wie die Qualität des Vor-Unterrichts oder der Anspruch des Bewertenden führen zu großen Verzerrungen.“ 

In seiner Zeit als Geschichtslehrer experimentierte Nölte mit sogenannten Formative Assessments. Statt die Fähigkeiten der Schüler:innen in einer konkreten Testsituation abzufragen, zieht sich der Feedbackprozess bei dieser Prüfungsform über einen längeren Zeitraum. „Die Schüler:innen arbeiteten ein ganzes Semester an der Analyse einer ausgewählten Quelle. Während des Prozesses stand ich als Unterstützer an der Seitenlinie und habe ihnen immer wieder digitales Feedback gegeben“, erklärt Nölte. Anders als bei Klausuren hätten sich die Schüler:innen durch das prozesshafte Verfahren intensiv mit dem Feedback auseinandergesetzt. Am Ende seien alle Schüler:innen in der Lage gewesen, eine gute Quellenanalyse zu verfassen. Eine abschließende Klausur wäre im Grunde gar nicht mehr nötig gewesen, findet er, „doch im deutschen Schulsystem ist sie vorgesehen.“ 

Wie viele Freiheiten haben Lehrkräfte, Schulen und Schulleitungen in Deutschland aber nun, um solche Experimente zu wagen? „Das ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich“, fasst Nölte zusammen. „Insgesamt sind die Spielräume aber viel größer, als viele meinen.“ Wenn die Unterstützung von der Schule und der Schulleitung da sei, könnten Lehrkräfte bestehende Freiheiten nutzen und innovative digitale Prüfungsexperimente ausprobieren — und sich dabei von Praxisbeispielen aus Deutschland und den Erfahrungen skandinavischer Länder wie Schweden und Dänemark inspirieren lassen.

Anja Reiter

Anja Reiter arbeitet als freie Journalistin in Bonn, vor allem zu Bildungs-, Umwelt-, Digitalisierungs- und Gesellschaftsthemen. Zu ihren journalistischen Auftraggebern zählen Die ZEIT, die Süddeutsche Zeitung und das Greenpeace Magazin. Daneben hilft sie bei der Konzeption von Magazinen, gibt Workshops für journalistischen Nachwuchs und moderiert Podiumsdiskussionen. Außerdem ist sie im Vorstand der Freischreiber aktiv, dem Berufsverband der freien Journalist:innen. 

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